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Clea Stracke

www.strackeseibt.com




Clea Stracke & Verena Seibt
Holde Kunst

Galerie Esther Donatz München
Ausstellungsdauer: 30. März bis 5. Mai 2012


www.galeriedonatz.de
  



Holder Geist

Porzellanskulpturen, Unikate, Porzellan, Spieluhr, H. 40 cm x B. 20 cm




Singende Skulptur

HD Video, 6:25 min.


Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,
Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,
Hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden,
Hast mich in eine beßre Welt entrückt!
(Franz Schubert „An die Musik“, D 547 op. 88,4, 1817)


Zwar anwesend, aber dem direkten Blick durch ein Laken entzogen, verwandelt sich ein Sänger zum Relikt einer vergangenen Epoche.  Mit Franz Schuberts Hommage an die Kunst, um die Clea Stracke & Verena Seibt ihre Arbeiten kreisen lassen, feiert die Galerie Esther Donatz ihren Ausstellungsauftakt. Wie ein eingemottetes, schlafendes Möbel verkommt sein Lied zur fragwürdigen Parole einer Ästhetik, die Staub angesetzt hat.

Und doch ist diese Demontage des romantischen Kunstbegriffs nicht ohne augenzwinkernden Optimismus und darf sich deswegen durchaus als Plädoyer für einen aufgeklärten, reflexiven Glauben an eine selbstbewusste Kunst und als Zeichen gegen ihre Instrumentalisierung verstehen. Denn indem Clea Stracke & Verena Seibt der „holden Kunst“ den Schonbezug überwerfen, nehmen sie sie zugleich in Schutz und bewahren sie vor dem restlosen Verschwinden. (Christian Hartard)





Schlafendes Zimmer

Leuchtkasten, 92 cm x 58 cm , C-Print auf Duratrans

                                            



Tod

Video HD, 2:36 min., 2012

"Ein alter Mann liegt in einem Bett, seinem Sterbebett wie die lauten, schweren Atemzüge vermuten lassen. Plötzlich gerät das Zimmer um ihn herum in Bewegung. Wand, Bettdecke, Kissen werden wie von Geisterhand einfach weggezogen. Panisch versucht der Mann die Dinge festzuhalten, doch es hilft nichts. Die Welt kommt ihm abhanden. Zurück bleibt nach einem letzten schweren Atemzug sein lebloser Körper im schwarzen Nichts schwebend. Nur wenige Sekunden dauert die Videoarbeit "Tod" von Verena Seibt und Clea Stracke  und doch erfasst sie das ganze Wesen des Sterbens und den Tod noch dazu."
(BR Bayern 2/ KulturWelt - Aktuelles Feuilleton: Ausstellung "Tod" in der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst - 13.02.2012)






Unterwelt/ MaximiliansForum

Die unterirdische Lage des MaximiliansForums als ehemalige Passage unter der Prachtstraße und als verborgener Ausstellungsraum bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung Unterwelt.

Der unterirdische urbane Raum wird in seiner Wirkung verstärkt und vom Ausstellungsraum zu dem umgewandelt, was er vielleicht einmal war oder was er sein kann. Weiterführend werden Künstlerinnen und Künstler eigeladen, die sich in ihrer Arbeit auf unterschiedliche Weise dem Untergründigen und Verborgenen widmen.

Einige Meter unterhalb der Häuser und Straßen und Plätze beginnt das andere Leben. Die Welt oben dringt nur gedämpft und gefiltert hierhin: als blasser Lichtstrahl, der durch irgendeine Ritze tropft, als leises Verkehrsrauschen, das von weit in die Stille geweht wird.
Die urbane Unterwelt ist das unsichtbare Herz der Stadt, funktionale Versorgungsstation, durchzogen von Infrastruktur, von Nützlichem, Notwendigem. Aber sie ist auch ein Depot, ein Speicher, ein Durchgangsort für Abgespaltenes, Ausgeschiedenes, Abgeheftetes und Eingemachtes: ein Ort der Konservierung; ein Ort der Ablagerung – ein archäologischer Ort; ein Ort für das, was brauchbar scheint, aber vorerst nicht benötigt wird – oder das, was noch einmal gefährlich werden könnte, aber anders nicht zu verarbeiten ist. Ein Ort für Phantasien und Ängste. Ein mystischer und fremder Ort.

Konzept: Clea Stracke und Verena Seibt.
Mit Arbeiten von Felix Burger (Zeichnungen Matthias Walter), Abbé Libansky, Flow Defoe, Daniel Door, Ann-Sofì Sidén, Clea Stracke & Verena Seibt, Georg Werner, Manuel Haible, Heiko Wommelsdorf, Thomas Woll

In Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen / Otto-Falckenberg-Schule








Dschungel

Fototapete, 350 cm x 250 cm




Wohnen in der Wüste

Objekt, Holz, Glas, Sand, Windgebläse


Warteraum

Ausstellungsdauer: 9. September – 15. Oktober 2011
E324 | Raum für Kunst, Gabelsbergerstraße 65, 80333 München

Es bleibt ungewiss, ob es für die Wartenden im Raum, den Clea Stracke und Verena Seibt im Erdgeschoß des Kunstraums E 324 eingerichtet haben, ein Ende geben kann. Ebenso unklar bleibt, was es ist, das die Beteiligten dieses bald phantastischen, bald beklemmenden Orts eigentlich erwartet. Die in Reihen angeordneten Sitzgelegenheiten bieten Platz für viele Wartende. Die Fenster sind mit Lamellenvorhängen verhängt, die Topfpflanzen stehen hier nur noch als entfremdete Signifikanten einer Idee von Natur. Es ist ein „latenter Raum“ (lat.: latens: verborgen) der sich eröffnet, je länger man bleibt. Der Warteraum wird hier also zu einer Bühne der Latenzzeit, also für denjenigen Zeitraum zwischen einem verborgenen Ereignis und dem Eintreten einer sichtbaren Situation.
Doch anders als bei dem Anthropologen Marc Augé, bei dem der „Nicht-Ort“ die Identität der Subjekte schwächt, sie vereinsamen und einander ähnlich werden lässt, entsteht für den Besucher des Warteraums von Clea Stracke und Verena Seibt ein komplexes und vielschichtiges Referenzsystem. Denn das Wartezimmer ist bevölkert von kleinen Installationen und fotografischen Arbeiten, die aufeinander Bezug nehmen: Sie verweisen auf die Ordnungsgrößen von Zeit, (wie) etwa die der Jahreszeiten, genauso wie auf zeitliche Speichermedien (hierfür sind besonders die unterschiedlichen fotografischen Formate prädestiniert).
Besonders aufschlussreich ist dabei eine kleine Installation mit dem Titel „Wohnen in der Wüste“. Es ist in Terrarium, das auf einer hölzernen Kommode steht. Der in sich abgeschlossene Raum des Terrariums gleicht dabei nicht nur einer Modellsituation innerhalb eines Labors, er wird auch zu einer Zeitkapsel, einer Zukunftsvision. Zwei Staubsaugerköpfe blasen hier abwechselnd den Wüstensand, auf dem ein einsames Stadthaus steht, hin und her und verweisen so eindrücklich auf drohende ökologische Katastrophen. Die Arbeit bringt so nochmals das zentrale Motiv der beiden Künstlerinnen auf den Punkt: jeder Raum kann zu einer Bühne werden.
Anna Schneider





Still Life (Stracke & Wakil & Seibt)

2. Preis Wettbewerb Kunst-am-Bau
Martin-Gropius-Bau Berlin

Ausstellung der Siegerkunstwerke und der übrigen Wettbewerbsarbeiten
29. Juni bis 17. Juli 2011

Das Zusammentreffen von profanem Leben mit der hehren Gestalt der historisierenden Architektur spielt auf das klassische Gegensatzpaar des high & low an. Der aufgeräumten, sauberen Hochkultur tritt das ungeschönte, harte, authentische Dasein des Natürlichen gegenüber. Die unmittelbare sinnliche Präsenz der dreidimensionalen Tiere mag auf dem Platz irritieren. Dabei haben die ruhenden, ausgemergelten Körper der Straßenhunde nichts mächtiges, furchteinflößendes, sondern erinnern an die heimliche Heroik der vom Leben gezeichneten Überlebenskünstler: schlau, vorsichtig, kräftesparend in ihrer prekären Lebenssituation. Und doch weiß man um ihr autonomes, unberechenbares Verhalten, wenn man ihnen zu nahe tritt.  


“Auch das Konzept von Stracke & Wakil & Seibt aus München, das den 2. Preis erhielt, hadert nicht mehr mit der Last der Vergangenheit. Sie wollten ein Rudel Hunde, aus Bronze, über den Platz streuen, schlafend, wachend, selbstvergessen. Und damit mitten in der Großstadt einen Raum markieren, der in seiner Nutzung nicht definiert ist. Das passt gut zu Berlin.”  Katrin Bettina Müller, taz, 30.6.2011











„Der König ist tot, es lebe der König“, Clea Stracke 2011
Fotosequenz, C-Print LightJet, 60 cm x 80 cm

Die Sequenz erzählt in heroischer, nicht unironischer Form vom ewigen Dazwischen zwischen großer Kraftlosigkeit und energetischem Sprung und ist in beide Richtungen lesbar.




Present
Clea Stracke & Verena Seibt
Künstlerkatalog 2010

mit Texten von
Christian Hartard, Stephan Huber, Eliabeth Krause, Stefanie Manthey,
Florian Matzner, Jakob Racek, Stefan Römer, Anna Schneider,
Albert Coers und Pavel Vancat.

Gestaltung/Design: Judith Pretsch
Übersetzung ins Englische: Adrian Marynissen

deutsch/englisch
172 Seiten, 200 Abbildungen
ISBN 978-3-940757-13-5







Alles in Ordnung

Videoloop, 2010
4:38 min., Full HD, 2-Kanal-Projektion auf Leinwand

Alles in Ordnung behandelt das Phänomen des Windes
und seine ambivalenten Auswirkungen. So kann Wind als höhere
Gewalt Menschenwerk niederreißen, Ordnungen zerstören.
Und doch birgt er daneben diese anarchistische Qualität
Festgefahrenes aufzuwirbeln und Neues auf den Weg zu bringen.



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Import Export

neben dem wunderbaren Live-Programm
we proudly present:



Munich Central Soundscape (2010) | Audiowalk, 25 min.

Aus den Geräuschen und Stimmen des Viertels ist ein begehbares Hörspiel entstanden.
Neben der augenscheinlichen Öffentlichkeit des Münchner Hauptbahnhofviertels werden mit Geräuschen und Stimmen seine unsichtbaren Geschichten erfahrbar. Die Quellen setzen sich zusammen aus O-Tönen mit den Leuten im Viertel, den Ladenbesitzern, Passanten und Bewohnern, aus literarischen Texten, aber auch der dichten Geräuschkulisse vor Ort zu ihren verschiedenen Tageszeiten. Die tragbaren Audiosets sind an der Theke vom Import Export entleihbar.
Sprecher: Toni Gruber, Savas Tetik, Steven Scharf, Hildegard Schmahl, Clea Stracke,
Dank an die Münchner Kammerspiele, Quellenverzeichnis auf decreative.org






Central Map | Interaktiver Stadtplan und Guide-Booklet (2010)
im Rahmen von Munich Central, Münchner Kammerspiele 2010

Die Central Map spiegelt als zimmergroße Pinnwand das Münchner Hauptbahnhofviertel auf bildhafte Weise wider. Mit Fotos, Geschichten und Kleinoden als Zwischenergebnis unserer Spurensuche bestückt, ergibt sie ein sich stets veränderndes Bild vom derzeitigen wie historischen Leben, Arbeiten und Sein.






Die Konstruktion des Erfolges (Siegertreppe) (2009) | Rauminstallation

Zur Ausstellungsreihe „Erste Jahre der Professionalität“ im BBK München hinterfragen wir das gesellschaftliche System von Erfolg und Misserfolg, Glück und Pech, positiv und negativ. Ein übergroßes Siegerpodest dient uns hierbei als greifbare Form, als Manifestation eines Systems von Gewinnen und Verlieren – nicht aus mehr bestehend als aus zehn hölzernen, einseitig gelackten Einzelteilen. Im seinem dekonstruierten Zustand changiert es zwischen Vergangenheit und Zukunft. So kann es als abgebaut, als „abgespielt“ gelten. Oder es steht just nicht zusammengebaut „im Lager“ und wartet auf seinen Auftritt.
Auf der einen Seite regen die klaren, kühlen Formen dazu an, an diesem Spiel mit seinen oft unklaren Regeln kritiklos teilzunehmen.  Auf der anderen Seite kann die schwarze Farbe und die düstere Stimmung des schwach beleuchteten Raumes als ein Hinweis auf das „böse Spiel“ gelten. Foto: Pascal Jäger

Zu der Arbeit ist eine Fabel erschienen „Der Falsche Apelles – Oder der Fuchs als Mahler“, verfasst von Jean Cocteau alias Dr. Christian Hartard, mit einem Stich von Wilhelm Kaulbach (Buchseiten, bedruckt, gerahmt, 60 x 40 cm). www.freischwimmer.net/apelles.pdf





Für meine Eltern (2010)

Videoloop, Projektion auf Siegertreppe





Die Preisverleihung (2010)

Installation, Videoloop (10:10 min.) auf Videokamera-Display, Stativ








Unterwelt (2009)

Video HD 8’50’’

Das Video zeigt den Keller als einen geheimnisvollen Ort der Erinnerung, des Verborgenen und des Verdrängten. Auf einer langen Kamerafahrt wird der Betrachter mitgenommen in die Unterwelt, wo er Szenen und Situationen erlebt, die ihm vertraut und fremd zugleich erscheinen.
Durch graue Erdschichten gräbt sich die Kamera in eine labyrinthische Dämmerzone aus Gängen, Schächten, Gewölben, die wie adriges Wurzelwerk die Stadt unterhöhlen. Bibliotheksmagazine gleiten vorbei und Archive, in denen Seltsames steht, der kathedralartige Saal eines Trinkwasserreservoirs, Waschküchen, Kellerabteile in gelblichem Lampenschein. Die Welt oben dringt nur gedämpft und gefiltert hierhin: als blasser Lichtstrahl, der durch irgendeine Ritze tropft, als leises Orgelspiel, das von weit in die Stille einer Krypta geweht wird. Dann schneidet der Beat eines Clubs herein, das Stampfen von Füßen; später bleiben nur mehr die feinen, flüsternden Geräusche raschelnden Papiers oder einer knarzenden Tür, das Pochen und Summen unbekannter Maschinen, ein Rauschen im Dickicht der Röhren und Leitungen, das Glucksen und Gurgeln der Kanalisation.





Foto: Pascal Jäger


Videostill

Autokino (2009)

Rauminstallation mit Videoloop 3'10''

Ein Auto mit einer auf dem Dachträger montierten Regenanlage. Der Scheibenwischer läuft, Motorgeräusche und eine Melodie aus dem Radio. Davor eine Kinoleinwand. Doch was man dort sieht ist die Illusion der eigenen Realität.

Radiomix von Carl Stracke





Schaukel 1989 / Hollywood (2009) | ehem. Brauerei, Rehlovice/ CZ





Im Traum fliegen (Bettabschussrampe)

Skulptur
Holzreste, Metallschrott, Bett,
20 m x 1 m x 2,20 m

Eine Holzrampe mit den Ausmaßen, um ein Bett in die Erdumlaufbahn zu katapultieren, steht auf der Wiese, ausgerichtet gen Himmel, in Richtung Westen.





Regendach (2009)| Rauminstallation am Haupteingang, AdBK München

Unter dem Vordach des Akademiehauptportals prasselt Regen auf die Besucher des Hauses. Mit der Heiterkeit eines barocken Wasserscherzes überspielt die Arbeit die Strenge der Repräsentations-architektur und konterkariert ihre Zweckhaftigkeit: Wer hinein oder hinaus möchte, gerät genau dort, wo er Schutz vor der Witterung vermutet, in einen kalten Schauer. Herausgelöst aus dem natürlichen Wetterzyklus entfaltet der Regenschauer zugleich seine sinnliche Qualität. Foto: Pascal Jäger








Und das Schiff fährt (2009) | HD Video 5'10''


Fluctuat nec mergitur.
„Es mag schwanken, aber es geht nicht unter.“
(Devise der Stadt Paris)

Der Erweiterungsbau von Coop Himmelb(l)au der Kunstakademie München wird zum Schiff auf hoher See - als Metapher für die Kunst und ihre Institution.

Eine Kunstinstitution ist, wie ein Schiff, ein geschlossenes System, ein Kosmos im Kleinen und für sich. Was beide beweglich macht, hält gleichzeitig die Außenwelt auf Distanz: dort die Weite des Meeres, hier die seltsame Unbestimmtheit des Daseinszwecks, die man gerne Freiheit nennt. Das eine wie das andere kann zum Gefängnis werden. Die Matrosen, die sich, den Blick ins Ungefähre gerichtet, an der Reling aufgereiht haben, um zum Jammern eines Schifferklaviers Schuberts Ode an die Kunst zu intonieren, sitzen schon darin. Auf der Kommandobrücke unterdessen hat der Kapitän seine Augen auf den Horizont geheftet, ein entschlossener Blick durchs Teleskop, als habe er den Kurs noch unter Kontrolle. Kein Land in Sicht. Aber das Schiff fährt. (Christian Hartard)





Absprung (2008)

Rauminstallation, AdBK München

Die Integrierung eines überdimensionalen Sprungbretts in die dekonstruktivistische Architektur von Coop Himmelb(l)au betont ihren Charakter einer hedonistisch orientierten Badespaßinstitution.
Auf der anderen Seite könnte der Sprung vom Vordach des Akademie-Erweiterungsbaus aufs harte Pflaster der Realität eine unsanfte Landung bedeuten. Foto: Pascal Jäger
                                                                                  




Dekonstruktive Kritik – ein Streitgespräch zwischen zwei Fassaden (2007)

Audioinstallation, AdBK München

Die beiden Gebäude der Münchner Kunstakademie von Neureuther und Coop Himmelb(l)au begegnen sich in ihrem zugigen Zwischenraum als ungleiche Nachbarn. In der Audioinstallation von Verena Seibt und Clea Stracke werden sie zu Metaphern unterschiedlicher Kunstbegriffe.
Der historisierende Altbau, in dem sich die Klassenräume befinden, vertritt die Grundwerte von Kunst und Kultur (T. W. Adorno/ Studenten), während der Neubau in Bezug auf die Nutzbarkeit seiner Architektur - als Sitz der Verwaltung - jene Kunstauffassungen symbolisiert, die der künstlerischen Praxis Sauberkeit, Eingliederung (Stimme der Hausverwaltung) und Marktwert (C. Schmickler) abverlangen und zu guter Letzt dem Klischee vom genialen Künstler folgen (Balzac). Foto: Pascal Jäger








Brainstorm/ Alles in Ordnung (2008) | Rauminstallation mit Torte und Magazin


Eine Torte, zu groß.
Kaffeetischidylle.
Alles in Ordnung.
Ein vorbeifahrender Güterzug bricht tosend durch die Gardinen.
Die Gedanken zum Prager Frühling und zu 1968
liegen wild zerstreut überall.





Brainstorm, Magazin
DIN A4-Blätter, maschinenbeschrieben, Bleistiftzeichnungen, Polaroidbilder

Die mit Fotos und Zeichnungen beklebte und kopierte Blättersammlung ist Zwischenergebnis unserer Spuren- und Bildersuche zu den 68ern in Deutschland, ihrer Gültigkeit für heute, ihre Verflachung im kollektiven Gedächtnis, daneben die elementar andere Bedeutung des Prager Frühlings für Tschechien zur selben Zeit sowie die Idee von Ordnung und Umsturz überhaupt.






Hobbykeller - Traum und Trauma (2008)

Rauminstallation mit „Alltäglicher Performance“, AkademieGalerie München

Ein ganz normaler U-Bahnhof-Eingang hier an der Universität München, doch er unterscheidet sich: In einem Schaufenster liegt ein Mann auf dem Boden und beschäftigt sich mit einer Spielzeugeisenbahn. Der Mann murmelt vor sich hin, kichert, flüstert, hustet und all diese Geräusche sind überdeutlich vor der Glaswand zu hören, sie werden nach draußen in das U-Bahn-Sperrgeschoss übertragen.
.
Die Künstlerinnen Verena Seibt und Clea Stracke verkehren hier den öffentlichen Galerieraum analog zu seiner unterirdischen Lage in den Hobbykeller eines Privathaushaltes.
Die bis ins Detail ausgestattete Kellerbühne wandelt sich in ihrem Erscheinungsbild mit ihren täglich wechselnden Darstellern, die dort ihrem eigenen Hobby nachgehen; deren private „Requisiten“ stehen als emotional aufgeladene Metaphern für das Innenleben der Akteure.
Was man dort im Vorbeigehen durch die Glasscheibe der Galerie beobachten kann nennen die Künstlerinnen  „Alltägliche Performance“.
Hiermit wird im Verlauf der Ausstellung wird der Unort Hobbykeller in seinen unterschiedlichen Ausformulierungen untersucht um ihn als Ort des Verborgenen jenseits des Scheins spürbar zu machen, als Zuflucht für Geheimnisse, Träume und Abgründe.








Betontheater (2007)

Mit dem vollständig mit Beton ausgegossenen Hohlraum eines Theatermodells erstarren gedanklich alle Spiele auf den Brettern, die die Welt bedeuten.





Weil ich es will (2008) | ehem. Wäscherei, Dachau

Der Eingriff in die Örtlichkeit einer ehemaligen Wäscherei ist zum einen Ergebnis der Auseinandersetzung mit den dort befindlichen weiß gekachelten, neonbeleuchteten Maschinenräumen, zum Anderen huldigt er - als Relikt eines Befreiungsschlages - der Frauenemanzipation.
                  





Clea (2008) | Videoloop 2'54''

Ich male direkt auf die Wand mit schwarz fünf Kringel, die meinen Namen bedeuten können. Dann bin ich fort. Es dauert nicht lang bis der Hausmeister kommt, der im Auftrag der  Verwaltung akribisch meine Spur tilgt.





The Show must go on (2006)

Der Schriftzug knallt in großen geschwungenen Lettern von der bröckeligen Fassade.  
Ein memento mori für Las Vegas.  





Clea Stracke & Verena Seibt

Manche Geschichten muss man erfinden. Manche findet man. Und manchmal muss man auch ein wenig nachhelfen, um die versteckten Geschichten ans Licht zu holen. Verena Seibt und Clea Stracke erfinden nichts. Sie finden und lassen finden. In ihrer seit 2004 bestehenden künstlerischen Zusammenarbeit untersuchen sie Orte, Räume und Institutionen, um mit minimalen Eingriffen deren zugrundeliegenden, verschütteten Strukturen hör-, sicht- und spürbar zu machen. Ihre ästhetischen Setzungen sind deshalb Anstiftungen zu einem zweiten Blick auf den Alltag und das soziale Gefüge: Kommentare, die das zur Sprache bringen, was den Dingen sonst unbemerkt anhaftet, subtile Manöver, die das Vertraute gerade fremd genug werden lassen, um es als etwas Neues sehen zu können. (Christian Hartard 2009)


Clea Stracke

1982      geboren in Berlin – Tempelhof

2001-08   Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei
                  Prof. Ezio Toffolutti und Prof. Norbert Prangenberg
2004        Nuova Accademia di Belle Arti, Mailand
2005        Hochschule für Bildende Künste bei Raimund Bauer, Hamburg
2009        Diplom Akademie der Bildenden Künste München


Verena Seibt

1980       geboren in Dachau

2001-08  Studium an der Akademie der Bildenden Künste München
               bei Albert Hien und Stephan Huber
2004       Akademie der Bildenden Künste Wien bei Heimo Zobernig
2009       Diplom Akademie der Bildenden Künste München
2008/13 Kuratorische und künstlerische Mitarbeit im Lothringer13Laden München



Ausstellungen (Auswahl)
2012       Unterwelt, Maximiliansforum München
                Tod, Raum für christliche Kunst, München
                Finale, Echoraum Bundeskunsthalle Bonn
                Holde Kunst, Galerie Esther Donatz (Einzelausstellung)
2011       Warteraum, E 324 Raum für Kunst, München
                Facade, Center for Contemporary art, Plovdiv, Bulgarien
                Still Life, Martin-Gropius-Bau Berlin
                Stereo, Galerie Defet, Nürnberg
                Kunstilm, Tivoli Filmtheater München
                Welcome, Galerie Gedok München
2010       Erste Jahre der Professionalität 29, Galerie der Künstler, München
               Intro, Debütantinnen 2010, GEDOK München
          STARTED ´10, Galerie Klatovy/Klenová/ CZ
2009      Mehrwert Kunst, Frankfurter Kunstverein
              Unconscious, Galerie Steinle Contemporary, München
              Start Point 2009, Galerie Klatovy/Klenová/ CZ
              Self-Made Cavalcaders, Art´s Complex Edinburgh/ GB
              Zlom 89, Kulturzentrum Rehlovice/ CZ                              
              Wunderkammer,Färberei München                          
              Schön, Rathausgalerie München
              Debütanten, Akademie der Bildenden Künste München


                  
Preise/ Stipendien

Projektförderung des Akademievereins 2008
1. Diplom-Preis der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung 2009
Start Point Preis 2009
Förderpreis der Stadt Kaufbeuren für zeitgen. Bild. Kunst 2009
Projektstipendium für Bildende Kunst der Stadt München 2009
Debütantenförderung 2010, Gedok München
Atelierstipendium der Stadt München 2010
Katalogförderung des Bayrischen Ministeriums
für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2010
Lfa Förderbank Katalogförderung 2010
Atelierförderung der Stadt München 2011
2. Preis Wettbewerb Kunst-am-Bau Martin-Gropius-Bau Berlin 2011
artgrant Kunstpreis 2012, Atelierstipendium Malèves, Belgien
Bayerischer Kunstförderpreis für Bildende Kunst 2012

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Clea Stracke  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2001. Klasse Toffolutti.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 28.09.2012.


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