Unsere Leidenschaften sind die wesentlichsten Werkzeuge unserer Selbsterhaltung: Sie unterdrücken zu wollen ist daher ein ebenso vergebliches als lächerliches Unterfangen. Jean Jacques Rousseau, Emile
Jahresausstellung 2009, Akademie der Bildenden Künste
"HYPE ME", Wandinstallation aus Zündhölzern, 400 x 70 cm
Entzündung am Freitag, den 24.7 um 19 Uhr
siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=auvpgZx22KA
"HYPE ME", Wandinstallation aus Zündhölzern, 400 x 70 cm
"TAKE ME", Installation im öffentlichen Raum
ca. 2000 Studentenblumen, 22 x 4 Meter
Sponsoren: Ganser-Gruppe, Gebert Pflanzen
Wunderkammer - Die Ratten stürmen das sinkende Schiff
Eine Ausstellung von Projekt Perineum 2000 / 14. Mai -16.Juni 2009 / Färberei München
"Kleine Dekadenz", 40x40x44,5cm, Glas, Federn, Öl, das tropft
das wärs gewesen
Ausstellung von Studenten der Kunstakademie München
unter Leitung von Via Lewandowsky
24. - 30. April 2009/ Akademiegalerie, http://sentsem.wordpress.com
Performance "komm bald wieder" am Eröffnungsabend
Foto: Kilian Blees
siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=1uNx1WlX03I
UAMO Festival - 2009 "PERFORATION"
23. - 26. April 2009 / Kunstarkaden München
Siebdruck auf Stahlblech, 80 x 36 cm
EVA, einfach nur Video
in Zusammenarbeit mit Barbara Trost und Eva Schleippmann, 2008/2009
"product placement" oder die Frage nach dem Wirken von Kunst
16.-18. Oktober | Krämer´sche Kunstmühle "Wabenmotherboard Nr. 5"
Installation von Anuk Miladinovic, Dana Lürken, Julia Berktold
Jahresausstellung 2008, Akademie der Bildenden Künste
o.T. (Öl) ehemals "Etablierte Gier", Installationsansicht
Es ist angerichtet. Zwei silberne Leuchter mit weißen Kerzen stehen auf der Tafel, und zehn Gedecke sind in zwei Reihen aufgetragen. Weißes Porzellan, Kristallgläser, daneben die Bestecke in der Folge des zu erwartenden Menüs scheinen uns zum Platz nehmen einzuladen. Doch die Stühle fehlen, und die Tafel ist ein Gestell, kein solider Tisch. Was aber am meisten irritiert: Weingläser und Suppenteller sind mit einer tiefschwarzen Flüssigkeit gefüllt - ebenso wie die gesamte Oberfläche der Tafel, welche in Wirklichkeit keine Tischplatte, sondern eine zwei Zentimeter tiefe Wanne ist. Die Bestecke versinken leicht in ihr, die Platzteller scheinen auf ihr zu schwimmen, und die Servietten oberhalb der Teller sind voll gesogen mit ihr. Die Flüssigkeit scheint schwer und dick; sie bildet flache Böschungen, wenn sie feste Gegenstände wie die Füße der Kerzenständer oder die Griffe der Bestecke umschließt – und dabei spiegelt sie wie hochglanzpolierter Lack. Empfindliche Nasen erraten schnell, um was es sich bei dieser schwarzen flüssigen Substanz handelt: Es ist gebrauchtes Motorenöl. Sein flüchtiges Aroma verbreitet sich im Raum, und wer es nicht rechtzeitig bemerkt und die Oberfläche berührt, um herauszufinden, was das ist, dem klebt es an den Fingerspitzen.
Es ist angerichtet, aber das Mahl ist ungenießbar. Sondermüll. So giftig, dass es eine riesige Menge Wasser und Erde verseuchen könnte, unfruchtbar machen würde. Der ausgediente Schmierstoff hat jedoch in seiner glänzenden, umfließenden Gestalt, deren tiefe, undurchdringliche Schwärze das Licht großer Fenster reflektiert, eine faszinierende ästhetische Präsenz. Anziehend und abstoßend zugleich, ist diese Präsenz Bestandteil eines Bildes, das über die formale, skulpturale Inszenierung hinausgeht und Metapher ist. Auslöser sind die beiden Elemente, die zusammengebracht werden, die beiden Bestandteile der Skulptur in ihrer Widersprüchlichkeit: Das ßl ist der eine Teil, die gedeckte Tafel der andere. Zusammen können sie eine Dialektik entwickeln, aus der sich ganz klassisch eine These ableiten lässt. Dabei ist beachtenswert, dass die Metapher zugleich real in ihrer Gegenständlichkeit ist: echtes Altöl, echtes Geschirr – ornamentlos reduziert auf das Wesentliche. Die Tafel ist in einer unbestimmten Festlichkeit gedeckt, sie ist nicht die spezielle, sondern eine allgemein festliche Tafel, ein Symbol kultivierten Speisens europäischen Ursprungs. Doch nun ist dieses gesellschaftliche und leibliche Ritual verseucht, abgesoffen in den Resten des Stoffes, der im 20. Jahrhundert zur Schlüsselsubstanz der modernen Existenz wurde, und dessen Erscheinungsformen als Rohstoff und als Energieträger uns bis heute und bis hierher getragen haben.
Und hinter dem sichtbaren Bild entsteht ein unsichtbares, wenn wir das Kunstwerk, die Skulptur des ölgedeckten Tischs, mit Begriffen wie Rohstoff, Energie, Besitzverhältnisse und Preise verbinden. So wird die Erde vielfach nicht bepflanzt, damit ihre Produkte Küche und Keller, Glas und Teller füllen, sondern um das "schwarze Gold" zu ersetzen, dass je nach Besitzverhältnis zum schwarzen Gift, nicht zuletzt für die Volkswirtschaften, geworden ist. Diese Verhältnisse sind es schließlich auch, die für ein Auseinandertriften der Extreme von Luxus und Armut verantwortlich sind, die über die Verfügbarkeit von Lebensmitteln, Luxusgütern oder schlicht dem ßberlebensnotwendigen bestimmen. Früher schufen Künstler Bilder, die man als Memento Mori, Mahnmale der irdischen Vergänglichkeit, betrachten konnte. Wenn sich diese Tradition mit der hellwachen Einsicht trifft, dass es gesellschaftliche und politische Zusammenhänge gibt, die Rahmenbedingungen für das menschliche Werden oder Vergehen schaffen, dann ist etwas Wichtiges passiert: dann wirkt Kunst.
Autor: Jochen Meister
Seifenkistenrennen und andere Kunststücke!
Die große Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste
(Autor: Andreas Ammer)
Ein edel eingedeckter Tisch, weißes Porzellan, Silberbesteck, Kristallgläser. Der Wein ist schon eingeschenkt, nur warum ist er so dunkel? Tiefes Schwarz! Näher tretend bemerkt man, dass die ganze Tischoberfläche aus dieser schwarzen Flüssigkeit besteht. Teller und Besteck sind zur Hälfte darin versunken. Dann kommt der Geruch. Ein Aha-Effekt: Die Kunststudentin Dana Lürken hat Altöl zum Sinnbild dieser luxuriösen Tafelfreuden gemacht. [...]
Altbau oder Neuland
13.-21. Juni 2008
"Serienproduktion", Papierarbeit
UAMO Kunstfestival :: CHEAP LIKE WOW!
3.04.2008 - 6.04.2008
McApple
Klasse Magdalena Jetelová¡ im Kunstpavillon: 7.-23. März 2008 Sieben ßpfel, sieben mal angebissen, sieben Sünden. Jedoch ungeniessbar, weil zur Ikone stilisiert. Kann Apple Sünde sein? http://www.kunstpavillon.org/links/aktuell.htm
Inhaltlich befasst sich die Rauminstallation "Flüsterwald" mit dem Thema Sehnsucht: Hauptmotiv der Romantik - ein bis in unsere heutige Wohlstandsgesellschaft lebendiges Gefühl.
Ein Weg führt durch den Wald, läd den Besucher ein, hindurchzuwandeln. Die Bäume rezitieren romantische Texte, singen Melodien von einer besseren Zukunft, aber sie locken auch mit Werbeangeboten und tragen Kontaktanzeigen und Viagrawerbemails vor.
Außerdem wird Bezug auf die Nähe des Pasinger Bahnhofs genommen. Der Bahnhof als rastloser Ort der ständigen Mobilität impliziert Sehnsüchte wie Fernweh, Heimweh, Trennungsschmerz. Eine permanente Soundcollage untermalt den gesamten Raum mit Originalgeräusche vom Betrieb am Pasinger Bahnhof. Ein Video zeigt den monotonen Blick aus einem fahrenden Zug auf die Gleise. In scheinbar endloser Wiederholung versichert eine Frauenstimme mit starker Emotionalität: "Ich liebe dich" - die ewig gleiche Antwort "ich dich auch" gibt wenig Hoffnung auf Erfüllung ihrer Sehnsucht.
Warszawa - Gdanks - München : :
15-25.10.2007, unterwegs mit der Jet-Klasse
Restore motherboard contemporary art ruhr, Essen 2007: :
Installation von Anuk Miladinovic, Dana Lürken, Julia Berktold
Grundgedanke ist die Instandhaltung und das Konservieren von Erinnerungen und Erfahrungen. Ebenso wie im menschlichen Organismus, welcher erlebte Eindrücke im Unterbewußtsein speichert. Die Installation stellt dieses stete Dasein der unterbewußten Erinnerungen dar.
Nichts soll verloren gehen, alles soll zugleich verfügbar und betrachtbar sein.
Die Erde verstehen wir als Nähr- und Mutterboden, als organisches und Leben spendendes Element. Sämtliche Gegenstände sind Sammelstücke unseres persönlichen Erfahrungsschatzes, welche beim Betrachter Assoziationen erwecken und wiederum seine persönlichen Erinnerungen hervorrufen. Einige Objekte sind gut sichtbar, andere liegen im Verborgenen, ganz andere drücken von unten an die Folie oder durchstoßen diese sogar und treten somit deutlich in den sichtbaren Bereich, gleich einer prägenden Erinnerung, welche sich an die Oberfläche unseres Bewusstseins drängt.
Motherboard
Rauminstallation von Anuk Miladinovic, Dana Lürken, Julia Berktold
Die Rauminstallation "Motherboard" ist eine Folgearbeit der Installation "die Ape", die wir bei der Jahresausstellung 2006 präsentiert haben. Ebenso wie damals sind unsere Themen Input/Output und die Kombination von Technischem und Organischem.
"Motherboard" ist eine multimediale, begehbare Rauminstallation.
Der Grundgedanke orientiert sich an dem Motherboard/Mainboard im
Computer. Was uns beim Motherboard interessiert sind die Vorgänge, welche auf unsichtbare Weise ständig ein System am Laufen halten. Wir begreifen dies als abgeschlossenen Organismus und stellen in unserer Installation die Zusammenhänge in einem übertragenen Sinne dar,
nämlich angelehnt an eine Parallele zwischen Motherboard und
menschlichem Gehirn.
Eindrücke und Erlebnisse speichern sich als Erinnerungen und Erfahrungen im Gehirn ab, Daten werden auf der Speicherkarte im Motherboard abgelegt. Es gibt Verknüpfungen sowohl zwischen den Daten als auch zwischen den Erinnerungen und Erfahrungen. Sowohl im Gehirn als auch im Computer kann man darauf zugreifen und sie an die Oberfläche holen. Diese unsichtbaren Prozesse wollen wir in unserer Arbeit sichtbar machen.
Der Boden ist mit einem Rasen ausgelegt, über den Wege aus Kabeln an verschiedenen Gegenständen vorbei führen. Der Betrachter geht auf diesen Kabelwegen durch den Raum. Die Gegenstände befinden sich unter durchsichtigen Glasobjekten und stammen aus unserem persönlichen Erfahrungspool. Durch Licht, Sound und Geruch schaffen wir eine Atmosphäre, die verschiedene Sinne anspricht und somit beim Betrachter wiederum unsichtbare Prozesse auslöst.
Durch das selbständige Beleuchten der Gegenstände unter den Glasbehältern holt der Betrachter seine im Unterbewusstsein verborgenen Erinnerungen hervor. Die Objekte wecken Assoziationen, welche der
Betrachter wiederum nach seinen eigenen persönlichen Erfahrungen
zu Geschichten verknüpft.
"TAKE AWAY"
Kunst im öffentlichen Raum, Katerinska Garten, Prag, 2007
Ausstellung im Cubiculum : :
"la storia", 9-teilige Fotoserie, transparent auf Plexiglas kaschiert
Vom 4. bis 7. Mai präsentiert der "Raum für Projektion" in der Festival-Lounge der Kurzfilmtage Oberhausen an vier Abenden ab 22 Uhr in dritter Auflage das Projekt "loop pool" für das internationale Künstler, VJs und Regisseure jeweils einen Videoloop produzieren.
Stockroom / Lager / Camp : :
Eingeladen zur Ausstellung "Allan Kaprow - Kunst als Leben" im Haus der Kunst, München, widmeten wir uns in einem kollektiven Projekt einer Neuinterpretation des "Stockroom"-Scores von Allan Kaprow: http://www.artnet.de/magazine/reviews/pschak/pschak11-29-06.asp
Herr K., Fabian Hesse, Dana Lürken, Sergio Magallanes, Faruk Mirza, Stefan Römer, Julia Wallner und Franz Wanner aus der Projektklasse für Neue Medien Prof.Dr. Stefan Römer, AdBK München Eingeladen zur Ausstellung »Allan Kaprow - Kunst als Leben« im Haus der Kunst, München, widmeten wir uns in einem kollektiven Projekt einer Neuinterpretation des »Stockroom«-Scores von Allan Kaprow, der 1960 erstmals realisiert wurde. Begrifflichkeiten und Materialien des »stockroom« haben wir in ihrer Mehrdeutigkeit Übersetzungen unterzogen: stockroom > Lager > camp. Mit diesem Begriff skizzieren wir ein inhaltliches Themenfeld, das wir bearbeiten. Anstatt wie Kaprow in den 60er Jahren Zeitungen auszulegen, um den BetrachterInnen damit zu ermöglichen den »Stockroom« zu gestalten, legen wir die selbst gemachte Zeitung terrain vague »Ausnahme 03« zum Mitnehmen aus; anstatt Kartons bereit zu legen, stellen wir Videomonitore in die Regale, die anstelle von einfachen Wänden den Raum begrenzen: so schaffen wir einen transparenten Raum, der innerhalb des White cube selbst zum Display wird; anstatt Stifte bereit zu legen, mit denen die BetrachterInnen an die Wände malen und zeichnen sollen, präsentieren wir künstlerische Arbeiten auf den Monitoren, die sich auf die Rückübersetzung »Stockroom/Lager/Camp« beziehen. Auch fanden wir Zeichnungen und Graffitis an den Wänden von Asylbewerberheimen, die wir hier dokumentieren. In den 1990er Jahren wurde der Mitmachfaktor für die zeitgenössische Kunst zu einem Standard. Die »Partizipation« produzierte immer öfter Beliebigkeit mit unreflektierten Zitaten aus der Generation Allan Kaprows. Gerade wegen der aktuellen Spektakularisierung der Museen und der perfiden Form der neoliberalen Korporatisierung durch die inszenierte »Partizipation« des Kunden in Gestaltungs- und Produktionsprozessen sowie auf der anderen Seite eine Mitbestimmung der Sponsoren über das inhaltliche Programm, geht es uns darum, als KünstlerInnen selbst inhaltliche Verantwortung zu übernehmen.
TERRAIN VAGUE - AUSNAHME 03
Zeitung, Format A2, Auflage 3000 Stück. Neben Beiträgen der KünstlerInnen finden sich auch Beiträge von An Architektur, dem Bayerischen Flüchtlingsrat und der Künstlergruppe Bankleer. Die Zeitung ist in der Installation ausgelegt zum Lesen und Mitnehmen. http://www.lrz-muenchen.de/~roemer_adbk/projekte/tv03.pdf
Die Ape ist eine Gemeinschaftsarbeit. Sie entstand anlässlich der Jahresausstellung der Münchner Akademie, wo sie im Lichthof des Neubaus präsentiert wurde, aber sie ist zugleich Teil eines weiter gefassten Konzepts ihrer drei Schöpferinnen. Was ist die Ape? Zunächst scheint die Antwort einfach: Ape ist der Name eines dreirädrigen Kleinst-Lastwagens des italienischen Herstellers Piaggio, den wohl jeder auf Straßen und Gassen zwischen Bozen und Palermo schon einmal gesehen hat. Die Ape ist die fleißige Schwester der lebenslustigen Vespa. Ins Deutsche übersetzt, ist sie die Biene - und hier knüpfen die weiteren Gedankengänge an.
Rot lackiert steht also die Ape auf dem Parkett des Neubaus, und die Tür der Fahrerkabine ziert ein Zeichen, das für einen weiteren technischen Mythos steht. Es ist die stilisierte Form eines angebissenen Apfels, das Markenzeichen des US-Computerkonzerns Apple. Das Fahrzeug wurde nicht verändert, sondern verrichtet in dieser Lackierung im "normalen Leben" seinen werbewirksamen Dienst. In der skulpturalen Installation auf der Jahresausstellung jedoch quellen über die kleine Ladefläche Bündel von Kabeln und umwickeln Computerbauteile, Tastaturen, Netzgeräte, denen sie einmal Energie zugeführt haben. Nun hängen ihre Enden verbindungslos herab, die Stecker sind herausgezogen, die Leitungen manchmal durchtrennt, die Geräte oft beschädigt - die Technik ist tot. Aber nicht die ganze Technik, denn inmitten des Elektroschrotts, auf unserer Abbildung nicht zu sehen, befinden sich fünf Bildschirme, die noch funktionieren und auf denen in endloser Wiederholung eine bunte Trickfilmsequenz abläuft. Die drei Künstlerinnen haben eigene kurze Filme gemacht, in denen organische Pflanzenformen wachsen und sich vermehren und voller Energie und Leben die Monitore füllen. Der angesammelte Schrott wird mit elektronisch vermitteltem Wachstum kombiniert und eine Verbindung von Organischem und Technischem mitten im Medium der Technik inszeniert. Dazu passt das Markenzeichen des angebissenen Apfels, der als organische Form für das technische Produkt steht. Der schöne Name Ape bezeichnet schließlich ein Lebewesen, das sich durch das Sammeln von Pflanzenpollen und Nektar und damit durch das Befruchten der Blüten und die Wandlung des Nektars in die geronnene Energie von Honig nützlich macht. Auf der Piaggio-Ape wurde ebenfalls gesammelt und umgewandelt -weniger der Schrott an sich als vielmehr die vermittelten Eindrücke und Bilder, auf die die technischen Gerätschaften hinweisen und die in die selbst gemachten organischen Bilder auf den Monitoren verwandelt wurden. Input und Output sind symbolisch ebenso verknüpft wie der technische mit dem organischen Aspekt und das Tote mit dem Lebendigen. Das Wesen der Ape ist beispielhaft. Dazu gehört jedoch auch, dass die bloße Technik in ihrer überbordenden Wucherung zur Behinderung geworden ist, wenn es um eine klare und schnelle Wahrnehmung und eine mobile Leichtigkeit geht. Mit ihrer Ape jedenfalls haben Julia Berktold, Dana Lürken und Anuk Miladinovic eine Art "Agenten" für eine projektbezogene Weiterarbeit an diesem vielschichtigen Thema entwickelt.
Autor: Jochen Meister
die ape auf dem Corso Leopold, Juli 2006
Der Marion Komplex
Experimentelles 5-teiliges Videoprojekt mit der Klasse für Medienkunst, Filmstill
Biografie
*25.01.1977 in München
1997 - 2003 FH Augsburg Kommunikationsdesign
2005 - 2006 AdbK, Klasse Joseph Kosuth
ab 2006 AdbK, Klasse Magdalena Jetelová¡
Ausstellungsbiografie ::
2009
"Zeig mir deins, ich zeig dir meins", Kunstverein GRAZ, Regensburg
Jahresausstellung Akademie der bildenden Künste, München
"Wunderkammer - die Ratten stürmen das sinkende Schiff", Die Färberei, München
"das wärs gewesen", Akademiegalerie
UAMO Kunstfestival, Kunstarkaden München 2008
"product placement", Krämersche Kunstmühle, München
Jahresausstellung Akademie der bildenden Künste München
"Altbau oder Neuland", Neuland, München
"Die Kraftprobe - 200 Jahre Kunstakademie München", Haus der Kunst
UAMO Kunstfestival, Kunstarkaden, München
Klasse Magdalena Jetelová¡ im Kunstpavillon München
"Flüsterwald", INVASION 6, Pasinger Fabrik, München 2007
"Restore Motherboard", contemporary art ruhr, Essen
"Geister" Westendstudios - Offenes Atelier Wochenende, München
"Wabenmotherboard", White Club, Salzburg
Jahresausstellung Akademie der bildenden Künste München
"Take Away", Kunst im öffentlichen Raum, Prag
"Geister", Stadtteiltage Westend, München
"Wabenmotherboard", Kunstquadrate-das Forum, Zollverein, Essen
Julia Berktold · Dana Lürken · Anuk Miladinovic, Cubiculum, München
loop pool ping pong - Videolounge, Kurzfilmtage Oberhausen 2006
"la storia", fiktional-dokumentarische Fotoserie, target partners, München
"stockroom - lager - camp" - Reinszenierung des stockrooms von Allan Karpow, kollektives Projekt mit Studio Römer, Haus der Kunst, München
Jahresausstellung Akademie der bildenden Künste München
loop pool ping pong - Videolounge, Kurzfilmtage Oberhausen
"Der Marion Komplex", experimentelles Videoprojekt mit der Klasse für
Medienkunst, lothringer13/spiegel, München 2004
"zur.zeit", Videoinstallation, 84GHz, München 2003
"Gedächtnisschubladen", Rauminstallation Kunstbunker, München,
"zur.zeit", Videoinstallation, pathos transport theater, München
Auszeichnungen ::
2008 "Erster Preis" vom Akademieverein für die Arbeit "Etablierte Gier"
2003 ADC-Nachwuchswettbewerb im Bereich Diplomarbeiten
für die Videoinstallation "zur.zeit"
Veröffentlichungen ::
2007 LfA Kunstkalender 2007
Dana Lürken
Akademie der Bildenden Künste in München ab
2005.
Klasse Magdalena Jetelova.