dortmund. geburt und grundschulzeit
münster. gymnasium und praktika [u.a. wolfgang-borchert-theater]
und. gaststudium an der wwu [kunstgeschichte und philosophie]
hamburg. praktika [u.a. hamburger kunsthalle und ernst-deutsch-theater]
münchen. studium [innenarchitektur und bühnenbild | kostüm] an der adbk
und. praktika und assistenzen [u.a. münchner kammerspiele]
venedig. praktikum und assistenz [studio ugo camerino und cinemaToffolutti]
venedig-palermo. freies studium der architektur und kunst
münchen. diplom an der adbk
berlin. bühnenbildassistenz [berliner ensemble. abgebrochen]
münchen. bühnenbild | kostüm 'sauschneidn' [stadttheater oblomow]
münchen. bühnenbild | kostüm 'pinocchio' [metropoltheater]
aktuell. [bühne | kostüm]




Fotos von Hilda Lobinger
PINOCCHIO
nach Carlo Collodi
mit Musik von Martyn Jacques/The Tiger Lillies
Regie: Jochen Schölch
Ausstattung: Leonie Droste
Arrangements: Walter Kiesbauer
Musikalische Leitung: Walter Kiesbauer, Andreas Lenz von Ungern-Sternberg
Choreographie: Katja Wachter
Licht: Hans Peter Boden
Maskenbau: Ninian Kinnier-Wilson
Puppenbau: Peter Lutz
Dramaturgie: Laura Guhl
Mit: Denise Matthey, Lilian Naumann, Thomas Schrimm, Enrico Spohn, Michael Vogtmann, Elisabeth Wasserscheid, Thomas Wenke und Live-Band
The moral question: Why should we work? (Martyn Jacques).
Pinocchio will nicht zur Schule gehen. Er will reich werden, ohne zu arbeiten, er will selbst entscheiden, ohne die Konsequenzen zu tragen, er will alles besitzen, ohne etwas zu geben. Gierig auf das Leben, stürzt er sich kopfüber hinein und bemerkt nicht, dass die Welt nicht nur für ihn allein gemacht ist.
Der italienische Autor Carlo Collodi erschafft in seinem 1883 erschienenen Roman eine zutiefst widersprüchliche Welt: Unter der schillernden Oberfläche voller Magie, poetischer Bilder und fantastischer Spielereien zeichnet er eine Gesellschaft, die von Hunger, Brutalität und sozialer Ungerechtigkeit geprägt ist, in der Überleben Kampf, Erziehung Unterwerfung und Erwachsenwerden Domestizierung bedeutet.
Der britische Musiker Martyn Jacques befasst sich seit den achtziger Jahren mit den Abgründen der menschlichen Seele und erzählt mit seiner Band The Tiger Lillies Geschichten von den Rändern der Gesellschaft. Mit seinen morbiden Songs verleiht er dem italienischen Original eine anarchisch-ironische Note und leistet Widerstand gegen die Bilder eines vordergründig friedliebenden Systems.
Veranstalter: GbR Flach u.a. „Pinocchio“
Eine Koproduktion der GbR Flach u.a. „Pinocchio“, dem Stadttheater Ingolstadt und Stadttheater Fürth.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München
"Poesie der Puppen
(...)
Ein reizender Auftakt ist dem Regisseur Jochen Schölch in dieser zweistündigen, ungemein poesievollen und von Träumen, aber im Verlauf auch schlimmen Albträumen durchzogenen „Pinocchio“-Inszenierung gelungen. Eine Fantasiefigur hat der italienische Schriftsteller Carlo Collodi (1826–1890) mit seinem Kinderbuchklassiker geschaffen, dessen Geschichte nun im Metropoltheater reich bebildert und in Elegie schwelgend präsentiert wird. Schließlich will Pinocchio ja „ein guter Junge“ werden und muss all die Widrigkeiten des Lebens abwehren. Denn überall lauern imaginäre und doch reale böse Mächte in Gestalt von Landstreichern, Wegelagerern und Straßenräubern. Auch ein Zirkusdirektor (Thomas Schrimm) ist ihm nicht wohl gesonnen und will ihn zu Kleinholz hacken, um dann doch Mitleid mit ihm zu bekommen und ihm fünf Goldstücke für den kranken Vaterzu schenken,, die ihm der Fuchs (Thomas Wenke) und der Kater (Enrico Spohn) wieder abluchsen. Mit Horrormasken verkleidete Popanze sind sie alle, die den armen Pinocchio vom rechten Weg abzubringen versuchen.
Ohne Walt Disneys Hollywood-Kitsch hat Jochen Schölch in Koproduktion mit dem Stadttheater Ingolstadt und dem Stadttheater Fürth diese Aufsteigerstory in wunderschöne Szenen gewandet, wobei die Leinwand-Projektionen mit Laterna-Magica-Effekten im Stil von Puppentheateraufführungen und Jahrmarktsspektakeln des 19. Jahrhunderts (Bühnenbild: Léonie Droste) ungemein stimmungsvoll in Nostalgie frönen. Hübsch vor allem das Schlussbild, wenn zwei ferngesteuerte Wale über die Bühne schweben, Pinocchio und seinen Vater zunächst verschlingen, um die beiden schließlich wieder auszuspucken.
Schade nur, dass bisweilen nach dem „Cats“-Musical mit seinem Showcharakter geschielt wird und die Englischkenntnisse des Publikums bei vielen der extra für diese Produktion komponierten Songs etwas überstrapaziert werden. Doch die mit Hingabe live gespielte, zwischen Jazz, romantischen Salon-Piècen und eingängigen Ohrwürmern angesiedelte Musik des „Tiger Lillies“-Frontman Martyn Jacques geht mit dem so fantasiereichen Bildern und Personenarrangements eine geglückte Symbiose ein. Und Denise Matthey vom Stadttheater Ingolstadt verkörpert die Rolle des Pinocchio so hinreißend, dass diese Darstellung allein schon den Besuch dieses Stückes zum Erlebnis werden lässt. Das Premierenpublikum jubelte denn auch vor Entzücken.
Weitere Aufführungen im Münchner Metropoltheater vom 18. bis 20. und vom 24. bis 28. April sowie mehrmals im Mai. Im Stadttheater Ingolstadt ist diese Produktion am 1., 2., 5. und 8. Juni zu sehen."
Von Hannes S. Macher, Donaukurier
zuletzt. [objekte. zeichnung.]

zuletzt. [bühne | kostüm]
sauschneidn. ein mütterspiel. < stadttheater oblomow


[Foto von der Seite www.muenchenbuehnen.de]
"Das Leben als Martyrium
Es ist wohl ein alpenländischer Ort, gewiss kein Idylle, an dem Rosi und Hansi vegetieren. Alpenländisch impliziert immer auch härteste Lebensbedingung, Einsamkeit und Grenzerfahrungen. Rosis Ehe ist ein Martyrium, ein ganz alltägliches, aus Lieblosigkeit und Gewalt. Schwiegermutter Hansi erkennt in Rosis Schicksal das eigene und findet, dass das Maß voll ist. Die Sau, gemeint ist der eigene Sohn, muss endlich geschnitten, sprich kastriert werden, damit er sich in seine Familie und seinen Lebenskreis fügt und seinen Pflichten nachkommt. Bis dahin behelfen sich die Frauen miteinander. Dabei braucht es Schnaps, viel Schnaps. Der Gedanke vom „sauschneidn“, einmal gedacht und ausgesprochen, verändert alles. Er treibt die Frauen auseinander und lässt ihre verzweifelte Einsamkeit ins Unerträgliche wuchern. Immerhin gibt es noch ein anderer Mann, mit dem man reden kann, der zuhört und mit dem Rosi trinkt. Doch es ändert sich nichts und bald schon wird klar, dass nur eine Katastrophe aus dieser Sackgasse des Daseins befreien wird. „Brennen soll's.“
...
Die Inszenierung im Stadttheater Oblomow unter Federführung von Thomas Flach leistete nicht mehr und nicht weniger, als das, was der Autor vorgab. Und das war mehr als genug. Die Inszenierung war verstörend, ohne zu quälen; sie war erhellend, ohne allerdings Licht zu schaffen; sie war unterhaltsam, ohne alle Anbiederung; sie ist das Leben, wie man es ungern sieht. Léonie Drostes Bühne bestand aus einem leicht gekippten, überdimensionierten (Küchen-) Tisch, der Schlafstatt und Wohnraum zugleich war. Die Kostüme erinnerten in ihren hellen, natürlichen Farben an das Linnen, das man in der Aussteuertruhe der Urgroßmutter fand. In dieser wunderbare Atmosphäre trieben Christiane Blumhoff und Elisabeth Wasserscheid ihr qualvolles Spiel mit einer Intensität, die gelegentlich das Blut zum Stocken brachte. Christiane Blumhoffs Hansi war eine harte, gänzlich desillusionierte Frau, deren Leben eine Destillat aus Bitternissen war. Unter dem Vorzeichen dieser Bitternisse lebend, erstarrten auch die Haltungen von Elisabeth Wasserscheids Rosi mehr und mehr zur Leidenspose. Eingangs, wenn Hansi ihr die Haare kämmte, bis ihr der Kopf schmerzte, zeigte sie noch einen natürlichen Respekt von dem Hierarchischen des Generationenplans. Doch als die Idee vom „sauschneidn“ unwiderrufbar artikuliert worden war, wuchs das Grauen in Rosi vor der Mutter/Freundin/Verbündeten Hansi. Die Abkehr war unausweichlich, einhergehend mit verzweifelter, aber stetig wachsender Selbstbehauptung.
Beide Darstellerinnen gestalteten Figuren, deren Umrisse sich wie Säure in den Stein fraßen und wie bei einer Lithografie ein grafisches Bild von menschlichen Zuständen schufen. Obgleich der dramatische Entwurf ein artifizielles Konstrukt ist, gelang die Schaffung individuell menschlicher Momente, die nachhaltig bewegten. Zurück blieb das Gefühl, in den Abgrund geschaut zu haben, wobei keine der Darstellerin ihre Figur als wirklich Abscheu erregend oder missverständlich gestalteten. Thomas Flach übersetzte die karge Sprache in sehr beredte, vielleicht sogar redselige Bilder. Wie schon bei „Emma in love“, das letztjährige Gewinnerstück im „Spielplanturnier ANPFIFF“, erlebte das Publikum erneut einen Theaterabend in sehr kleinem Rahmen, der, wie das Vorgängerstück auch, den emotionalen Rahmen zu sprengen wusste.
...
„sauschneidn. ein mütterspiel“ verdient das Prädikat „sehr sehenswert“! Ein neuerliche Lob den Machern, die Theater als eine „moralische Anstalt“ verstehen. Entgegen allen Unkenrufen hat sich dieser wunderbare Ansatz noch nicht überlebt."
- Wolf Banitzki [theaterkritiken.com]
zuletzt. [ausstellung]

Die Ausstellung "wiederholen = wieder holen"
bestreiten diesmal Tochter und Vater gemeinsam.

"Léonie Droste (München) zeigt erstmals Fotografien (Fotoserien) von
2009 aus Italien (Lucca/Neapel), Reinhard Droste (Nottuln) zeigt
Ölgemälde (Bilderserien) von 2009 aus dem Münsterland."
>>> galerie TatOrtTonArt. friesenring 10. münster
>>> www.galerie-reinhard.de
zwischendurch.


[...l] [karussell] [...] | diplomarbeit





ein karussell für reisende, die reisen müssen,
nicht weil sie ein ziel vor augen haben, sondern weil sie sich entfernen wollen. ein raum-, klang-, licht- und sichtgerät. ein glücksdrache.






[frühlings erwachen]









[verschiedenes]
objekte.







architektur.







bühne. kostüm.
[don giovanni]



[amphitryon]


[freischütz]




[macbeth]

performance.
reste von [elitekunst]

ich.


bisherige ausstellungen:
pinakothek der moderne. münchen | prinzregententheater. münchen | designer's saturday. langenthal | akademie der bildenden künste. münchen | produzentengalerie TatOrtTonArt. münster | ...
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Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab
2005. Klasse Innenarchitektur.
Letzte Aktualisierung dieser Seite
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